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Weitemeier, Herbert: Aus der Serie Neue Landschaften (C). 1974

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Herbert Weitemeier: Aus der Serie Neue Landschaften (C). Entstehung 1974. Blattformat: 37,5 x 53,5 cm. Minimale Druckstellen, schöner Zustand. Unten rechts mit Bleistift signiert, datiert. Offset-Grafik. Auf leicht gelblichem Papier gedruckt, Auflage 60 Exemplare.

Herbert Weitemeier (* 12. März 1935; † 10. Juli 1998) war ein deutscher Maler. Sein Vater zeigte Weitemeier, wie man zeichnet. Nach Kriegsbeginn sah er den Vater nur noch, wenn der Urlaub von der Front bekam. Mit sieben Jahren war Weitemeiers Tagesrhythmus vom Bombenalarm beherrscht. Ende 1944 wurden er und sein Bruder nach Aussig (heute Ústí nad Labem in Tschechien) zu einer entfernten Verwandten gebracht. Dort schien alles ruhig, die Tante war nett, aber war eines Tages verschwunden. Weitemeier und sein Bruder zogen mit den Flüchtlingsströmen zurück nach Berlin und erlebten sechs Monate lang Furchtbares. Von Tieffliegern, Toten, Prügel und Gebrüll hat Weitemeier später immer wieder träumen müssen. Sie landeten nach ihrer Flucht in einem Heim, in dem sie von Nonnen bewacht und misshandelt wurden. Trotzdem konnten die beiden fliehen. Weitemeier machte zunächst eine Lehre als Tischler, brach sie aber ab. Er bestand die Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule, ohne Abitur gemacht zu haben.  Weitemeier studierte von 1957 bis 1959 an der Hochschule für bildende Künste Berlin bei Hans Jaenisch und Aktzeichnen bei Ernst Schumacher. Von 1959 bis 1960 studierte er an der École des Beaux-Arts in Paris und hielt sich dann zwölf Jahre lang in Vallauris (Südfrankreich) auf. Dank Traudbert Erbe, Peter Sauernheimer und Weitemeier wurde die Gaststätte „Die kleine Weltlaterne“ in der Kohlfurter Straße in Kreuzberg 1961 zur Künstlerkneipe. Sie hatten vorgeschlagen, dort ihre Bilder aufzuhängen. Wenn er zu viel malte, geriet er in finanzielle Not und musste sein Hab und Gut verpfänden und abends bei Kerzenlicht sitzen – nur damit er mehr Farbe und Leinwand kaufen konnte. Oft malte er auf großen Sperrholzplatten, die er mit dunkel bemalten Leisten als Rahmen versah. Beinahe ausschließlich verwendete er große Bildformate, für die er eine Leiter brauchte. Die Wirtin seiner Stammkneipe "Kleinen Weltlaterne" überredete er, Bilder von ihm und anderen Malern auszustellen. Daraus wurde eine ganze Bewegung, die Kreuzberger Bohème.

Von 1972 bis 1998 hatte er ein Atelier und eine Wohnung in Berlin. Weitemeier war Realist, die abstrakte Kunst sagte ihm nichts. Die Retrospektive in der Mairie von Vallauris in Südfrankreich im Jahre 1997 war für Weitemeier ein wichtiger Schlusspunkt, weil er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr malen konnte. Er verstarb 1998 in Berlin. Zu seinen Werken gehören auch einige Mauerbilder. Weitemeier gehörte zum Umfeld und Freundeskreis der Berliner Malerpoeten. (Zitiert aus Wikipedia).

(MA Neue Landschaften)