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Brill, Fritz. Farbe im Walzstuhl, 1951. Abzug aus dem Nachlass

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Fritz Brill. Farbe im Walzstuhl, 1951. Wunderbarer Silbergelatine-Abzug. Entstehung der Aufnahme 1951. Abzug hergestellt vom Originalnegativ aus dem Nachlass. Einmalige, limitierte Auflage der Griffelkunst 2004. Aus der Serie das dritte Auge. Werknummer der Griffelkunst: 316 C. Verso mit Aufdruck der Griffelkunst am unteren linken Rand. Abbildungsformat: 25 x 19 cm. Blattformat: 30,4 x 24 cm. Sehr schöner Zustand der wunderbaren Aufnahme.

Fritz Brill (* 1. Juli 1904 in Hannover; † 13. September 1997 in Hofgeismar) war ein deutscher Fotograf. Brill lernte erst Kaufmann, besuchte danach die Kunstgewerbeschule sowie die Ittenschule in Berlin. Seit Anfang der 1930er Jahre lebte er in Berlin vom Fotografieren, das er sich selbst beigebracht hatte.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs lebte er in Hofgeismar. Dort entstanden von 1945 bis 1949 Serien von Kunstfotografien, in denen er Naturformen und künstliche Objekte miteinander kontrastierte. Die Bilder wurden bereits 1949 vom späteren Documenta-Gründer Arnold Bode im Hessischen Landesmuseum Kassel gezeigt.

Um 1950 gründete Brill das „Institut für Photoanalyse“, mit dem er für Werbe- und Industriekunden arbeitete. Schnell wurde er Experte dafür, „Unsichtbares ohne Zuhilfenahme von Trickzeichnungen real zu fotografieren“. Dabei inszenierte er – wie schon vorher bei seinen Kunstfotografien – „synthetische Bilder“, die Einblicke in bislang schwer darstellbare Details und Abläufe lieferten. „Anders als bei der klassischen Photomontage, in der heterogene Bildelemente unterschiedlicher Herkunft fusioniert werden, entstanden Brills Montagen bei der photographischen Aufnahme, in der er Objekte auf mehreren, jeweils gesondert be- und hinterleuchteten Bildebenen platzierte und mit Rückprojektionen verschmolz – fast eine Vorwegnahme der heutigen Photoshop-Montagen.“

Diese Fähigkeit setzte Brill ab 1951 auch im Film ein und erweiterte sein Institut zu einem der führenden Studios und Labore für Hochgeschwindigkeits- und Zeitlupenaufnahmen.Er hatte erkannt, „dass die Photoanalyse erst zur solchen wird, wenn ich die Technik des Bewegtbildes, die Kinematographie, mit einplane. Es ist nicht damit getan, vollendete Tatsachen sichtbar zu machen, es müssen die Vorgänge selbst, etwa die Entstehung eines Störfaktors innerhalb einer verfahrenstechnischen Abwicklung, sichtbar gemacht werden können.“ Bis Anfang der 1960er Jahre war Brill – überwiegend als Trickkameramann – an einigen Dokumentar- und Industriefilmen beteiligt, die zum Teil Spielfilmlänge hatten. 1957 erhielt er für die Beste Farbfilmkameraführung bei dem Film Schöpfung ohne Ende den Deutschen Filmpreis. 1980 meldete das „Institut für Photoanalyse“, damals schon unter der Führung seines Sohnes, Konkurs an.

Das fotografische Lebenswerk Brills ist heute allgemein anerkannt. Floris M. Neusüss, Professor für experimentelle Fotografie, wies zu Brills 100. Geburtstag darauf hin, dass auch bei den Werbe- und Industrieaufnahmen immer der Künstler Brill sichtbar war: „Jedenfalls schuf Fritz Brill in all seinen Arbeitsphasen mit der Photographie ‚Neues ohne Vorbilder’, indem er das Medium nicht zur Wiedergabe von Gesehenem nutzte, sondern als drittes Auge, das keine unvollkommene Ergänzung des menschlichen Auges bleibt, vielmehr über dessen Blick hinaussieht. Und was es dort sieht, diente Brill als Material für die schöpferische Gestaltung.“ Zahlreiche Fotos von ihm sind in öffentlichen Sammlungen zu finden, Einzelabzüge werden auf dem Kunstmarkt gehandelt und sind Teil einer Wanderausstellung zur Kunstfotografie des 20. Jahrhunderts. (Zitiert aus Wikipedia.)
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(MA RE KÜ)